17.11.2019 Sonntag  Wachdienst in Binz

Seit Jahren sind wir Vier Mitglieder bei der DLRG, aber haben neben dem Rettungssport nie die andere, ursprüngliche Seite kennengelernt. Aus diesem Grund und weil wir soviel Gutes über der den Wasserrettungsdienst Küste gehört haben, entschlossen wir uns im letzten Jahr, in diesem Sommer nach Binz auf die Ostseeinsel Rügen zu fahren. Dorthin, wo alles begann.

In Binz brach am 28. Juli 1912 ein Teil der Seebrücke zusammen, und mehr als einhundert Menschen stürzten ins Meer, sechzehn von ihnen konnten nicht mehr gerettet werden. Das war der traurige Anlass für die Gründung der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft etwa ein Jahr später.

Früh am Morgen machten wir uns nun also auf den Weg nach Rügen. Nach einer sehr turbulenten Anreise, mit einer Zugevakuierung, Verbrühungen und dem illegalen Benutzen der ersten Klasse, kamen wir mit Verspätung an und wurden vor Ort sofort den Wachtürmen zugewiesen. Völlig erschöpft fielen wir abends ins Bett, gespannt, was die nächsten Tage mit sich bringen würden. 

Nach einer morgendlichen Schwimmrunde und einem ausgiebigen Frühstück am Meer begann unser erster richtiger Diensttag, an dem wir auch mit der Funkdisziplin vertraut gemacht wurden. So spannend man sich den Dienst vorstellen mag, unsere Aufgaben beschränkten sich hauptsächlich darauf, Dünengänger und Hundebesitzer auf Zutrittsbeschränkungen hinzuweisen, Kinder- bzw. Elternsuchmeldungen aufzunehmen und bei kleineren Verletzungen erste Hilfe zu leisten. Auch den Besitzer eines iPhones konnten wir glücklich machen. Das Mobiltelefon war samt Stativ von der Seebrücke ins Meer gefallen, immerhin konnten wir es herauftauchen und zurückgeben.

Nach einer Woche wechselte die Wachmannschaft. Mit der zweiten Gruppe führten wir einige Freigewässerübungen durch. Das Wetter wurde leider immer schlechter, weshalb wir sogar rot flaggen mussten, sprich: Badeverbot im Meer. Dabei wurde uns bewusst, dass viele Besucher weder über die Gefahren informiert sind noch unsere Warnungen ernst nehmen, und sich darüber hinaus noch selbst überschätzen und sich manchmal auch ihre Kinder in Gefahr bringen.

Die Zeit in Binz vergingen wie im Flug, unerwartet schnell neigte sich unser erster Wasserrettungsdienst dem Ende zu. Den letzten Abend ließen wir mit einer Pizza am Strand während des Sonnenuntergangs ausklingen.

Innerhalb der zwei Wochen lernten wir viel von den erfahreneren Rettungsschwimmern, die uns herzlich aufgenommen und integriert haben. Es war eine wunderschöne Zeit und wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr!

Kategorie(n)
Aktuelles

Von: Sophie Becker, Joanna Hodeck, Cara-Maleen Kurhofer, Jasmina Lonic

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